New method | neue Methode: The Sketchwalk

Recently, I made a wonderful discovery which has changed revolutionised the way I go about finding subjects to paint, and today I want to tell you all about it. I went on, or rather I happened upon, a sketchwalk as I (inspired by Teoh Yi Chie aka Parka) call it. I was very focused that day and only had a window of about 2 hours. In that time, I wanted to walk to the perfect spot for painting a farm in Kingsport, TN, where my in-laws live and which is a bit of my home away from home. The painting was supposed to go into a competition, so I felt I really needed to nail it right away, and in order to pull that off I warmed up on my way to the painting spot. My rationale was to walk 200 paces, then stop and make a small sketch, then do another 200 paces, stop for a small pencil sketch and so on… This did not only work as a warm-up exercise, however, it turned out to be a legitimate method in its own right for finding hiddens gems to paint! I sketched at least one view along the road which I find intruiging enough to put into a larger painting. On that wonderfully sunny day, it has to be said, there were painting ideas galore along the way, if one digs the everyday as a subject, which I do. And I immediately realised: this is a wonderful way to deal with FOMO, i.e. the Fear of Missing Out which sometimes makes painters ignore ideal subjects because they believe that there might be something better around the corner. If I, e.g., ignore the voice of inspiration once or twice in search of something better, then I get muddled up and irritated and sort of blind to the beauty around me, so for me FOMO has often lead to exhaustion and frustration and to not painting anything at all in the end. This won’t happen anymore though now that I have this new tool to counter it! But likewise, a sketchwalk is the perfect method for finding something in places that you see all the time and which normally seem drab and dull and devoid of painting subjects to you. I will write more about that later in the week; for a start, here are my sketchwalk thumbnails and a little sketch of the farm.

Sketchwalk in Kingsport, TN.
Cleek Farms, Kingsport, TN. 1st sketch (10″x 4.5″ | 26 x 12 cm)

Ich habe neulich eine Entdeckung gemacht, die meine gesamte Vorgehensweise bei der Motivfindung revolutioniert hat! Und zwar war das so: ich war in Ost-Tennessee im Familienurlaub bei den Schwiegereltern und wollte gern ein Bild für einen Kunstwettbewerb malen. Zwei Stunden hatte ich, um zum Motiv (eine Farm mit tollen Lippenstift-Silos) zu laufen und dann einen Kracher von Bild zu malen, vor Ort. Um mich aufzuwärmen und in top Verfassung am idealen Punkt anzukommen, habe ich mir gedacht, wären ein paar Aufwärmskizzen unterwegs doch eine gute Idee. (Das mit dem Kracher von Bild ist übrigens nichts geworden, nur so nebenbei.) Das kann man ganz rational machen, habe ich mir desweiteren gedacht: ich zähle meine Schritte, bleibe nach 200 Schritten stehen, gucke, was ich so sehen kann, mache eine Miniskizze, laufe wieder 200 Schritte, mache dort eine Skizze… usw. bis ich meinen perfekten Malpunkt für die Farm gefunden habe. Ja, so habe ich es dann auch gemacht und zum Aufwärmen hat es auch schon mal super funktioniert! Aber diese Methode des Sketchwalk, wie ich (inspiriert von Teoh Yi Chie aka Parka) sie nenne, hat mir schon da zusätzlich noch ein paar beeindruckende Motive beschert, die ich sonst übersehen hätte. Und da wurde wir klar, dass man mit dem Sketchwalk gegen FOMO angehen kann. Das ist die Angst, was zu verpassen (fear of missing out), die manch eine Freilichtmalerin dazu bringen kann, am ersten malwürdigen Motiv vorbei zu hasten, weil eine Ecke weiter vielleicht noch was viel Besseres kommt und dann war da ja noch der tolle Kirchturm, zu dem frau jetzt doch auch noch laufen könnte, der ist doch bestimmt noch viel besser… Ist mir schon oft passiert, wenn ich einfach so losgefahren bin und mich inspirieren lassen wollte und dann hat es nicht geklappt. Denn FOMO verwuschelt einem die innere Stimme der Inspiration. Also das passiert mir dank Sketchwalk bestimmt nicht mehr. Und der Sketchwalk ist für mich auch eine super Methode zur Motivfindung in Gegenden, an denen ich mich eigentlich schon satt gesehen habe, also hier zu Hause in Lüneburg zum Beispiel. Dazu schreibe ich später in der Woche noch mehr. Hier erst einmal die Miniskizzen vom ersten Sketchwalk und die Skizze von der Farm.

New method | neue Methode: The Sketchwalk
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7 Gedanken zu „New method | neue Methode: The Sketchwalk

  • 15. April 2019 um 12:06
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    Schöne Idee! Und eine Inspiration für den Pilgerweg, der am Ostermontag in die nächste Etappe geht. Vergangenes Jahr habe ich dabei, in Ansätzen, etwas Ähnliches probiert, nämlich bei (manchen) Rasten zu zeichnen, was ich von meinem Platz aus sehe. Dabei hatte ich mir allerdings selbst auf eine interessante Weise ein Bein gestellt: da ich mein Gepäck selbst trage, wird natürlich am Gewicht geknausert und ergo auch am Platz im Aquarellbuch (Hahnemühle Watercolour A5 Hochformat, 30 Seiten). Ich habe diese kleinen Skizzen dann auf Postkarten gezeichnet, doch irgendwie war das nicht das Gleiche wie im Buch. Dieses Jahr werde ich zwei Bücher mitnehmen, um genug Fläche zur Verfügung zu haben.

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    • 15. April 2019 um 21:38
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      Liebe Annette, na da bin ich ja mal gespannt! Ich freue mich, wenn ich Dich ein bisschen inspirieren konnte! Am interessantesten fand ich es für mich eigentlich, diese kleinen Skizzen alle nebeneinander auf einem Blatt zu haben. Das hat so etwas von graphic novel so in dem Sinne „und dann bin ich da lang gekommen und dann stand da dieses Häuschen, dann ging es den Berg runter“ und so. Ich drücke die Daumen, dass es mit zwei Büchern dieses Jahr besser wird. Frohe Ostern schon einmal und eine besonders schöne Pilgeretappe wünsche ich Dir! xx Antje.

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  • 15. April 2019 um 13:18
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    Super Idee. Mir gefallen auch deine Skizzen, die daraus besonders gut.

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    • 15. April 2019 um 21:34
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      Liebe Astrid, toll, dass Dir die Idee an sich und die Skizzen gefallen! Ich habe das Gefühl, dass ich durch den Sketchwalk irgendwie frei(er) geworden bin; komisch, oder? Auf jeden Fall ganz liebe Grüße zu Dir!!

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  • 15. April 2019 um 14:55
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    Vielen Dank, für den informativen Beitrag, Antje! Vor Ort habe ich sehr oft Probleme das richtige Motiv zu finden. Ich orientiere mich da an „interessanten Flächen“. Wenn alles klappt sehen wir uns ja im Mai draußen wieder zum Workshop. Da kann ich Dich dann mit Fragen durchlöchern …(:-)

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    • 15. April 2019 um 21:39
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      Lieber Uwe, ja! Ich bitte Dich ausdrücklich, mich alles zu fragen, was zu möchtest! Ich verspreche auch, nicht immer nur „mache einen Sketchwalk“ zu sagen 😉 Denn es gibt auch Einschränkungen, soll heißen, in nicht jeder Situation ist der Sketchwalk die Antwort. Da werde ich auch noch drüber schreiben müssen… Auf jeden Fall freue mich mich, dass wir uns im Mai sehen! Alles Gute bis dahin, Antje.

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  • Pingback:Sketchwalk in Lüneburg – Antje Gilland's Light Stories

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