SALE!

Ich werde Anfang des Jahres in ein Atelier gehen und räume deswegen jetzt schon hier zu Hause auf. Bei diesen Bildern denke ich mir, dass es doch echt schade wäre, wenn sie bei mir bleiben müssten. Sie wollen raus in die Welt, und da sollen sie auch hin. Gefällt Dir eins? Dann mache ich es Dir mit diesen Preisen leicht, es Dir zu sichern 😉

Kirschen I (Cyan, Krapplack rosa, Aureolin). 21×29 cm, 2019. 230 € ohne Rahmung, auf Panel aufgezogen 250 €.

Das Bild „Kirschen I“ ist meiner Meinung nach mein bestes Bild des Jahres 2019. Ich war beim Malen mal ausnahmsweise in Experimentierlaune und hatte mein Hirn mehr oder weniger ausgeknipst. Das kam bei mir früher echt so gut wie nie vor! Und so kam es, dass der Zufall eine große Rolle spielen durfte bei diesem Bild. Die interessanten Strukturen sind durch Wasseransammlungen und Salzkörnchen entstanden. Farblich hatte ich mich auf drei Farben beschränkt. Mit nur wenigen Farben zu malen schafft (farblich) eine größere innere Einheit im Bild. Weil ich Farbharmonie mag, male ich öfter mal mit nur drei Farben. Andererseits ist so eine Reduktion auch die beste Möglichkeit, meine Farben besser kennenzulernen.

Kirschen II (Türkisgrün, Rubinrot, Ockergelb). 21×29 cm, 2019. 230 € ohne Rahmung, auf Panel aufgezogen 250 €.

Kirschen II ist deswegen für mich ein besonderes Bild, weil ich die Farbe Türkisgrün hierbei so richtig entdecken durfte. Und das hat sehr viel Spaß gemacht! Das Türkisgrün, das ich verwende, ist von Sennelier und ist eine deckende Farbe. Und deckende Farben verhalten sich beim Mischen anders als transparente. Damit meine ich nicht nur, dass sie häufig die stärkeren Partner in der Mischung sind und man sie deswegen vorsichtig in den Mix einbringen muss, nein. Ich meine damit ihre Eigenschaft, die Mischfarben zu trüben, wenn ihnen auch etwas Titanweiß beigegeben ist. Und das scheint bei diesem Türkisgrün der Fall zu sein. So oder so, ich liebe die zarten Mischtöne, die sich zwischen Türkisgrün und Rubinrot (von White Nights) im Hintergrund ergeben haben! Ganz wunderbar und das Bild ist definitiv ein Highlight des letzten Jahres.

Kirschen III (Krapplack rosa, Titangoldocker, Kobaltblau). 21 x 29 cm, 2019. 230 € ohne Rahmung, auf Panel aufgezogen 250 €.

Einige Wochen nach Kirschen II wollte dann Kirschen II in die Welt, diesmal in einem Fest aus Rottönen. Zu dem Zeitpunkt, wo dieses Bild entstand, war ich etwas unzufrieden mit den Rottönen, die ich in meiner Farbpalette habe. Krapplack rosa, das bei diesem Bild die Hauptrolle spielt, ist eine wirklich schöne Farbe vom Aussehen her. Das Pigment ist allerdings nicht so kräftig und der Farbverbrauch ist deswegen ziemlich hoch. Das hat mich früher etwas gestört. Ich musste beim Farbenmischen immer sehr aufpassen und mich daran erinnern, dass ich etwas mehr Krapplack rosa nehmen muss, als es bei irgendeinem anderen Rotton der Fall wäre. Bei Kirschen III hat mich Krapplack rosa dann aber sehr verblüfft: so viele leuchtende Passagen und so herrliche dunkle Rottöne noch dazu! Geht doch 🙂 Seitdem ist mir klar, dass Krapplack rosa einfach zu mir gehört.

Mauereidechse. 15 x 30 cm, 2020. 150 €

Das Bild „Mauereidechse“ ist im Rahmen der Online-Malgruppe entstanden. Die Online-Malgruppe habe ich im ersten Lockdown ins Leben gerufen; ohne sie wäre das Leben damals wirklich trostlos und grau gewesen. Das Malen daran hat soooo großen Spaß gemacht! Um die Spritzer auf das Blatt zu bekommen, ohne dass der kleine Kerl etwas abbekommt, habe ich eine Schablone in Form der Eidechse ausgeschnitten und auf sie/ihn aufgeklebt. Dann konnte ich nach Herzenslust Farbe raufspritzen.

Sturmwolken bei Erbstorf (Plein air). 21 x 29 cm, 300 g/m² Centennaire Feinkorn, 2020. 180 €.

Dieses Bild ist nicht nur eins der wenigen Pleinair-Bilder, die dieses Jahr entstanden sind. Es ist auch noch mit das beste Pleinair-Bild, das ich bisher gemalt habe. Es ist mit einer Leichtigkeit und Liebe zum Risiko gemalt, die mir gut gefällt. An dem Tag, wo es entstanden ist, war es sehr kalt und feucht, das weiß ich noch. Die Schichten sind nicht getrocknet. Das war ein Glücksfall, finde ich so im Nachhinein. Ich weiß auch noch, dass ich meinen schweren, warmen Wintermantel anhatte mit Wollmütze und Handschuhen UND Fellkapuze mit Fellbesatz. Ich kam mir vor wie eine russische Mafiabraut, weil ich so aussah, und ich habe vielleicht auch deswegen verwegener gemalt als sonst 🙂

Ling Hut, Torridon, Schottland. 21 x 29 cm, 2020. 230 € ohne Rahmung, auf Panel aufgezogen 250 €.

„Ling Hut“ ist ebenfalls in der Online-Malgruppe entstanden, aber zu diesem Bild gibt es noch so viel mehr zu sagen! Erst einmal habe ich mehrmals in der Ling Hut übernachtet, als ich in den schottischen Bergen unterwegs war. Die Region Torridon, wo die Hütte liegt, zeichnet sich durch imposante Berge mit steilen langen Hängen aus. Die Höhenunterschiede zwischen Tal und Gipfel sind stellenweise enorm groß. Ich war als Bergsteigerin eigentlich immer eine Lusche gewesen, und in Torridon habe ich deswegen immer gelitten 🙂 Aber das war vorbei, wenn wir wieder in der Hütte waren. Bei meiner ersten Hüttenübernachtung habe ich mit meinem Mann zusammen, der damals gerade frisch mein Freund war, ein leckeres Gerstenrisotto mit Lamm für alle gekocht. Hm… Und einmal war ich zu meinem Geburtstag in strömendem Regen und Windstärken, die einen fast umgeworfen haben, da. Ich weiß noch, wie schwer die kleinen Bäche am Weg, über die man normalerweise mit einem etwas größeren Schritt rübersteigt, zu überwinden waren. Und wie wir umkehren mussten, nachdem wir uns unter großen Felsen vor Wind und Regen versteckt hatten, weil das Wetter einfach doch zu schlecht war. Aber in Ling Hut war ein kleiner Ofen und da drinnen wurde es mit ein bisschen Whisky schnell gemütlich.