Malen, malen, malen

Ich habe gerade meine eingescannten Bilder von 2019 auf meine externe Festplatte geschoben, damit auf meinem Laptop alles schön ordentlich bleibt. Und weißt Du was: Ich habe 198 Dateien verschoben! 198!!! Und das sind nur die Bilder, mit denen ich online was gemacht habe; viele habe ich nie eingescannt. Ich habe letztes Jahr über 200 Bilder gemalt!

Und hier ist eins von diesem Jahr – mein Vorführbild aus dem Stillleben-Workshop im Januar.
Keine halben Sachen! 22 x 33 cm, 300 g/m² Fabriano Feinkorn, 2020. 250 €.

Wie viele andere Künstler auch kann ich nicht immer produktiv sein. Ich bin kein Duracel-Häschen! Ich bin nicht ständig inspiriert und ich habe auch nicht immer Lust zum Malen (aber fast immer). Und ich habe einen kleinen Jungen, der seine Mama braucht und einen Mann, den ich brauche und mit dem ich gern Zeit verbringe. Aber Mensch, trotz allem sind da so viele Bilder (auf Einzelblättern und im Skizzenbuch) zusammen gekommen! Das ist schon echt ein Ding.

Ich freue mich und bin ein bisschen stolz auf mich. Über 200 Mal habe ich etwas in die Welt gebracht letztes Jahr, was es so vorher noch nicht gegeben hat. Ich sag das jetzt ganz unbescheiden einfach so.

Und ich setze noch eins drauf: ich muss mich gar nicht wundern, dass meine technischen Fertigkeiten immer solider werden und mir so langsam auch mal völlig unerwartete Eingebungen beim Malen kommen. Ich kenne mein Medium Aquarell jetzt einfach richtig gut. Und wir verstehen uns immer besser. Wir verbringen ja auch wirklich viel Zeit zusammen.

Natürlich wird nicht jedes Bild was. Aber darum geht es ja auch nicht. Ganz ehrlich, Quantität und Qualität hängen da zusammen. Wenn Du viel malst und dabei aufmerksam verfolgst, was mit den Farben auf dem Papier passiert, dann lernst Du bei jedem Bild was dazu.

Worauf ich hinaus will? Auf was ganz Banales: von nichts kommt nichts. Das weißt Du ja, aber ich will es doch noch einmal sagen. Von nichts kommt nichts heißt beim Aquarell, dass Du nur voran kommst, indem Du malst. Malen, malen, malen, das ist das ganze Geheimnis. – Na gut, nicht das Ganze. Zwischendrin noch mal hier und da ein bisschen Input holen von jemandem, der Dich inspiriert, das hilft auch. Ab und an, nichts ständig. Aber auch das kann Dir die Mal-Kilometer, wenn diese Metapher Sinn macht, nicht abnehmen.

In dem Sinne: Pinsel zur Hand und los geht’s! (Zum Glück macht Malen Spaß :))

Malen, malen, malen
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