Ist serielles Arbeiten ergebnisorientiert?

Anfang der Woche war wieder Onlinemalgruppe, und es war wieder eine richtige Wonne. Das sage ich nicht, weil ich meine, ich müsste positiv von der Onlinemalgruppe sprechen. Ich sage das, weil ich mir keine schönere Arbeit vorstellen kann, als mit angenehmen Menschen zu malen und dabei über Kunst und das Leben zu sprechen. Das tut mir jedes Mal so gut! Und diese Woche war es genau genommen wir Balsam auf der Seele, weil die Urlaubstage (mit Kleinkind) ein wenig anstrengend gewesen waren.

Das haben wir am Montag gemalt. Es ist Teil unseres Impressionismus-Kurzstudiums.

Am Anfang haben wir uns in der Malgruppe ein wenig darüber ausgetauscht, was Jede:r so gemalt hat in der Zwischenzeit. Eine Teilnehmerin hat ihr Skizzenbuch gezeigt. Weil sie Lilien gemalt hatte und ich vor kurzem auch, habe ich auch ein paar Seiten aus meinem Skizzenbuch gezeigt und erzählt, dass ich wieder mehr skizziere und mich das sehr fröhlich stimmt. Das lädt so zum Experimentieren ein und macht frei, finde ich. Daraufhin meinte eine andere Teilnehmerin, dass meine grünen Bilder aus der Serie „Aus der Fülle – Abundance“, an denen ich ja so lange gearbeitet hatte, ja auch um einiges mehr ergebnisorientiert sind als Skizzen. Man sieht ihnen an, dass ich lange an ihnen gearbeitet habe und sie vielleicht sogar zum Verkauf erarbeitet habe. Da kann man sich gut vorstellen, dass mir Skizzieren im Vergleich dazu etwas lockerer und frischer von der Hand geht.

Ich fand es toll, so ein Feedback zu meiner Serie zu hören. Mitten im Sommerloch kommt da gerade nämlich wenig. Und da war noch etwas. In dieser Aussage steckt die interessante Vermutung, dass serielles Arbeiten ergebnisorientiert ist. Ich biete die Bilder der Serie ja zum Verkauf an, aber war das tatsächlich das Ziel gewesen? Habe ich daher das gewünschte „Ergebnis“ erreicht?

Hach, ich musste das „Ergebnis“ direkt in Anführungszeichen setzen, weil ich mich in der Idee nicht so recht wiederfinde. Am Anfang wusste ich ja nicht, dass ich gerade eine Serie begonnen hatte. Die ersten drei Bilder, würde ich mal sagen, sind ergebnisoffen entstanden. „Wie ist das, wenn ich nur mit Grün male und vollkommen in meine Liebe für Pflanzen hineintauche?“ Das war meine Leitfrage gewesen. Beim vierten Bild ungefähr wusste ich dann schon, dass es eine Serie wird, und ich fing an mir vorzustellen, wie in meinem Atelier viele grüne Bilder vor mir stehen. Das hat sich einfach wunderbar angefühlt! Diese Vorstellung hat mich dann motiviert, weiterzumalen.

Zusammenhängend eine Farbe und ein Thema zu erörtern, das war so wunderbar an dieser Serie. Das war das kombinierte Ziel. Was ich gemacht habe mit der Serie, würde ich wirklich eher als ‚Erkundung‘ oder ‚Erörterung‘ bezeichnen. Wie wird es sich anfühlen, über einen längeren Zeitraum ein Thema zu bearbeiten? Was werde ich über Grün herausfinden? In welche Richtung wird es mich bringen, wenn ich einfach immer weitermache? Was werde ich über mich herausfinden? Diese Fragen haben fortwährend mein Interesse befeuert und tun es noch! Es sind nämlich schon wieder neue grüne Skizzen entstanden, die nach dem Urlaub hoffentlich zu neuen Bildern führen werden.

Bilder zum Verkauf anzubieten war schon lange ein Ziel von mir gewesen. Ich habe auch genug Bilder in guter Qualität da, so dass es eigentlich „überfällig“ ist, dass ich das auf die Beine stelle. Mit dem Shop habe ich das nun getan. Schau ihn Dir mal an (KLICK), er ist ganz hübsch geworden, wenn ich das selbst sagen darf 😊

Liebe Grüße aus dem Urlaub von Deiner Antje 😊

Ist serielles Arbeiten ergebnisorientiert?
Markiert in:                     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: