Folge 25: „Ich habe keine Zeit“

Diese Woche bin ich mir selbst ein wenig auf die Nerven gegangen, und zwar indem ich immer wieder „ich habe keine Zeit“ gedacht habe. Hatte oder habe ich wirklich keine Zeit? Habe ich vielleicht nur für manche Dinge keine Zeit? Was verbirgt sich dahinter? Und welchen Stellenwert hat die Kreativität, wenn die Zeit knapp ist? Darum geht es heute.

Die Fundstücke des Morgens: Ringelblumen von einer Brachfläche, jetzt in meiner Küche.

Wie gehst Du mit Zeit um? Hast Du genug davon oder denkst Du auch oft „ich habe keine Zeit“? Deine Meinung und Erfahrung interessiert mich! Du kannst hier kommentieren oder in den sozialen Medien unter der Podcastfolge:

Shownotes

Elizabeth Gilbert (2015) Big Magic. Creative Living Beyond Fear. London: Bloomsbury.

The One Thing Today-Podcast

Folge 25: „Ich habe keine Zeit“
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7 Gedanken zu „Folge 25: „Ich habe keine Zeit“

  • 14. November 2020 um 17:31
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    Ach, liebe Antje, “ Ich habe keine Zeit“, was für ein großes Thema! Darüber mache ich mir oft Gedanken, besonders in der letzten Zeit. Wenn ich etwas manage (timemanagement), dann gehe ich bereits davon aus, dass ich diese Ressource besitze/bzw. bereits darüber verfüge. Die Frage beantwortet sich dann bereits selbst, in dem Moment wo ich mir diese Frage stelle, h a b e ich Zeit, meine Lebenszeit. Die Frage könnte eine zweite Fragestellung nach sich ziehen, w a s mache ich m i t meiner LebensZEIT? Hier liegt der Hund begraben, meiner Meinung nach. Lass ich die Zeit einfach dahin trullern, oder nutze ich meine Zeit, vllt auch intensiv nutze? Disziplin und/oder Prioritäten setzen sind dann angesagt.- Ich empfinde die Zeit manchmal recht erbarmungslos, weil sie immer weiter geht, ohne Pause zu machen, sie läuft einfach immer, i m m e r weiter, o h n e anzuhalten!
    Sie hat wiederum auch Vorteile, eine Stunde hat i m m e r 60 Minuten, eine Minute hat immer n u r 60 Sekunden! Will sagen, erlebe ich gerade eine „schlimme Zeit“, dauert diese nicht länger an, als sonst auch. Natürlich fällt hierzu d e r berühmte Zahnarztbesuch ein. Die Behandlung dauert seine Zeit, aber nicht länger! Dann ist es vorüber. Oder mache ich eine Pause auf dem Sofa und sage mir, „ach, nur noch ein Viertelstündchen liegen bleiben…“., ja, diese 15 Minuten fehlen mir dann im Verlauf des weiteren Tages.
    Wir haben alle ein Lebenszeitkonto, wäre das ein Geldkonto, würden wir manches Mal sorgsamer damit/mit unserer Zeit umgehen. Leider schaffe ich das nicht immer, Im Alltag kaufen wir uns auch manchmal Gedöns/unnützen Kram! Solange wir uns die Frage stellen können, „habe ich Zeit für…“, können wir uns glücklich schätzen! Was mache ich mit meiner Zeit, wie und wo setzte ich meine kostbare und begrenzte Zeit ein? um am Abend mit meinem Tag zufrieden zu sein. Jetzt kommst du mit deinem Podcast 😉 …
    Ja, und deine Lichtgeschichte ist so wichtig, um am Abend zufrieden ins Bett zu fallen, liebe Grüße Barbara

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    • 16. November 2020 um 12:16
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      Liebe Barbara, danke für Deine Antwort! Du sprichst da einen ganz wichtigen Aspekt an, den ich bisher total übersehen hatte: das Gute an der Vergänglichkeit. Es ist nicht so, dass ich darunter leide, dass alles vergänglich ist, ich hatte mir nur noch nie so genau vor Augen geführt, dass auch das sein Gutes hat. Danke dafür 🙂 Und das mit den Prioritäten setzen – ja, ja und nochmal ja! Das ist unglaublich wichtig. Ich kann mir ganz gut eine kurze to-do-Liste machen, aber ich halte mich in der Folge dann nicht immer dran. Ich rebelliere sozusagen gegen meine kluge Prioritätenliste 🙂 und mache dann doch wieder alles aus dem Bauch heraus. Deswegen will ich jetzt lernen, von Anfang an mehr aus dem Bauch heraus zu planen und zu leben. Das ist vielleicht auch nicht so einfach, sollte aber letztlich großen Spaß machen.
      Ich freue mich, dass Dir meine Lichtgeschichte gefallen hat!
      Ganz liebe Grüße, Antje.

      Antworten
  • 18. November 2020 um 11:39
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    Liebe Antje,

    vor ein paar Monaten bin ich auf deinen Podcast gestoßen und freue mich sehr, dass ich ihn gefunden habe! Du sprichst viele Themen an, die mich schon jahrelang beschäftigen.

    Zur Folge:
    Ich denke das Hauptproblem ist die verzerrte Wahrnehmung der Zeit: Eigentlich haben wir immer etwas Zeit übrig, auch im stressigen Alltag. Nur fehlt oft einfach die Energie, Stimmung oder Motivation zur Kreativität.Für mich hat die „Keine Zeit- Folge“ auch einen starken Bezug zum „Frust übers Nichtmalen“: Immer wenn ich denke, keine Zeit fürs Malen zu haben, stellt sich gleichzeitig dieser Frust ein.

    Was mir manchmal hilft, ist ein entspannendes Ritual: z.B. mich mit einem Tee und Musik an den Tisch zu setzen und „nur“ etwas auszumalen. Meistens kommt dadurch die Motivation, aktiver zu werden und etwas Eigenes zu erschaffen. Falls nicht, ist das aber auch kein Problem, dann war es dennoch eine entspannte und wertvolle Zeit. Das nimmt mir ein bisschen den Druck raus.

    Auch fand ich den Tipp aus einer anderen Podcastfolge hilfreich, eher kleinere Bilder zu malen und sich nicht immer die Mammutprojekte vorzunehmen. Also kleinere Ziele setzen…😉

    Ich freue mich über weitere Folgen und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg!
    Gruß Helen

    Antworten
    • 18. November 2020 um 13:52
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      Liebe Helen,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und fürs treue Zuhören! Es freut mich wirklich, dass dieser kleine Podcast Dir etwas gibt.

      Zu Deinem Kommentar. Du hast recht, Zeitarmut, Prioritäten setzen und Frust vermeiden und/oder produzieren, diese Themen hängen zusammen. Das Malen und das Leben verbindet alles. 🙂 Und eine Lösung ist es wirklich, den Druck rauszunehmen durch kleine Projekte, die schnell gehen. Ich mag Deinen Vorschlag vom Ausmalen zum Beispiel. Ich male oft Kullern, wenn mir sonst nichts einfällt. Die kriegen dann noch ein bisschen Farbe und 20 Minuten später erfreue ich mich an ihnen. Was aber bleibt, ist die Frage, wie ich erkenne, dass ich gerade gestresst bin und den Druck rausnehmen müsste. Oft sind wir ja so im Hamsterrad und laufen so schnell, dass wir nicht zum Innehalten kommen. Weißt Du, was ich meine? Ich arbeite daran, meine Stresslevel besser zu erkennen; das ist ein wichtiger und langer Weg.

      Ganz liebe Grüße!
      Antje.

      Antworten
      • 19. November 2020 um 10:15
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        Guten Morgen, ja ich weiß genau was du meinst mit dem Hamsterrad;) Ich drücke dir die Daumen, dass du Strategien findest, den Stress besser zu erkennen und damit umzugehen.
        Liebe Grüße Helen

        Antworten
  • 20. November 2020 um 9:08
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    Lieb Antje, ich freu mich, dass ich Deinen Podcast gefunden habe. Es gibt auf Deutsch ja noch nicht soviele über Kreativit. Deine Stimme ist sehr angenehm zu hören. Leider finde ich Dich nicht auf dem Apple Podcast. Deine Themen gibde ich sehr spannend. Gerade das mit den Seelenbildern ist etwas wo ich mich auch gerade frage und sortiere. Nachdem ich meinen Farben, strukturen etc. gefunden habe bin ich nun dran zu überlegen wie und wo ich meine Werte mit einbringe. Und ja, auch nicht immer alles posten . Da bin ich gerade auf dem Weg 🙂 ich wünsche Dir alles Gute und weiter viel Erfolg.lg Petra

    Antworten
    • 20. November 2020 um 11:11
      Permalink

      Liebe Petra, ich freue mich so, dass Dich mein Podcast anspricht! Und das mit den Seelenbildern…ja, das ist ein ganz weites Feld! Und es wird für mich auch immer wichtiger. Ich bin quasi auch auf dem Weg, irgendwo neben Dir 🙂 Spannend, oder? Auf iTunes wird mein Podcast auch bald sein, ich sage dann Bescheid! Ich höre immer (also nicht meinen eigenen, sondern anderer Leute Podcasts) per Google Podcast, die sind eigentlich alle wichtigen aufgelistet inklusive diesem. Liebe Grüße und viel Spaß auf der Reise!

      Antworten

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